Die Rüschliker Wahlberechtigten haben mich am 7.3.2010 zum Gemeinderat gewählt. An der konstituierenden Sitzung vom 17.3.2010 hat mir der Rat das Ressort "Werke" anvertraut. 2012 ist bereits das Jahr der Mitte der Legislatur.

 

Die ressortspezifischen Aufgaben des Tiefbau- und Werkvorstands beinhalten den Unterhalt und Betrieb von Strassen und Wegen sowie öffentlichen Grün- und Parkanlagen. Ihm unterstehen ferner die Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung, der Natur-, Landschafts- und Gewässerschutz sowie die Bereiche Energie und Umwelt.

Ressortübergreifende Prioritäten:

 

BEDACHTE GEMEINDEENTWICKLUNG

Als stadtnahe und von der Natur verwöhnte Gemeinde kann Rüschlikon mit einigen Trümpfen aufwarten. Und hat gerade deswegen viel zu verlieren. Auf die Bedürfnisse und Anliegen der Rüeschlikerinnen und Rüeschliker einzugehen, nahe bei den Leuten zu sein, ist gerade in diesem sensiblen Dossier zentral.  Eine zukunftsgerichtete und zugleich verträgliche Gemeindeentwicklung setzt Akzente punktuell, etappiert Bauvorhaben und geht auf fragile Gleichgewichte ein.

Deshalb erhebe ich im Gemeinderat meine Stimme für eine bedachte, sanfte Dorfentwicklung. Ich setze mich dafür ein, dass die Gemeinde sich die Planungshoheit für strategische Parzellen - wie das SBB-Areal am Bahnhof - sichert. Zu einer bedachten Gemeindeentwicklung gehört auch der Kampf gegen die geplante Höchstspannungsleitung auf dem Zimmerbergrücken. 

 

GESUNDE FINANZEN

Auch eine gut situierte Gemeinde muss mit den Finanzen haushälterisch umgehen. Der kantonale Lastenausgleich begrenzt allerdings den Spielraum – schliesslich wird das Gros der Einnahmen Jahr für Jahr über die Gemeindegrenzen hinweg in die Kassen des Kantons transferiert. Ausserordentliche Steuereinnahmen hin oder her:  der Säckel bei den Gemeindebehörden darf nicht zu locker sitzen.


Investitionen sollen sich auf strategische Zukunftsthemen wie Bildung und Demographie konzentrieren. Die vereinte Oberstufenschule Rüschlikon-Kilchberg, oder begleitetes Wohnen im Alter sind Beispiele dafür.


Ich setze mich im Gemeinderat dafür ein, bei allen Ausgaben minutiös abzuwägen, ob sie sich für die Rüeschliker auch wirklich lohnen.

 

ZUSAMMENLEBEN

Eine Dorfgemeinschaft kann stolz auf sich sein, wenn sich alle Mitglieder in ihr aufgenommen fühlen. Dies gilt im besonderen auch für junge Familien und die Rüeschliker Senioren. Kinder, Jugendliche und Familien sind unser Rückgrat für morgen. Ihre Bedrüfnisse aufzunehmen heisst, auf die Zukunft zu bauen. Doch auch die Wünsche und Ansprüche der älteren Bevölkerung haben sich gewandelt. Begleitetes Wohnen und Betreuung zu Hause sind Anliegen, die zu einem würdevollen Altern beitragen können.

Für ein Klima des Respekts und ein bereicherndes Miteinander der Generationen einzutreten ist für mich Teil des freisinnigen Gedankenguts.

Im Gemeinderat engagiere ich mich dafür, dass unser Dorf die sich wandelnden Bedürfnisse der Generationen ernst nimmt.

Ressortspezifische Prioritäten:

 

FOKUS: NACHHALTIGKEIT

Gerade die Werke können in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit einen gewichtigen Beitrag leisten – schliesslich sind die Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe Schaltzentralen für Verwertung und Recycling, und sie sind selber grosse Energiekonsumenten.

 

Rüschlikon sollte sich auf den Weg machen, die Potentiale zur Optimierung im Umgang mit natürlichen Ressourcen auszuloten. Vernunft-, und nicht ideologiegesteuert können Methoden systematischen Umweltmanagements übernommen werden. Der Beitritt zum Verein Energiestadt, die Entwicklung eines innovativen Recyclingkonzepts, und der Kampf gegen Littering sind nur einige unter vielen Ansätzen auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Rüschliker Umweltpolitik.

BEDÜRFNISGERECHTE DIENSTLEISTUNGEN

Als Tiefbau- und Werkvorstand bin ich in erster Linie darum bemüht, dass unsere Abteilung ihren Leistungsauftrag – Versorgung, Entsorgung, Unterhalt, Reinigung - zuverlässig, termingerecht, kosteneffizient und schonend wahrnimmt.

Wir müssen einen hohen Qualitätsanspruch an unser „Kerngeschäft“ haben. Dies stellen wir sicher, indem wir die Fühler in alle Gesellschaftsschichten und Gegenden der Gemeinde ausstrecken. Welche Leistungen entsprechen einem Bedürfnis? Wo können wir uns verbessern? Gleichzeitig braucht es gegen „innen“ eine Betriebskultur, durch die unser Ansprch gelebt wird. 

 

INFRASTRUKTUR-PLANUNG

Auf die Gemeindebetriebe kommen einige planerische Herausforderungen zu. Der Bereich der heutigen Hauptsammelstelle wird wahrscheinlich überbaut, Nachbargemeinden sind in der Planungsphase für neue Projekte… Wir sollten dies zum Anlass nehmen, unsere Planung grundsätzlich zu überdenken und aktiv mit unseren Nachbarn zu koordinieren. Wir sollten dabei Konezpte für dezentrale, unterirdische Recyclingstationen, einen neuen Werkhof und gemeindeübergreifende Gemeinschaftsprojekte vorantreiben.